Im Schuljahr 2018/19 haben sich 2 KollegInnen zu SchulmediatorInnen weiterbilden lassen. Diese Ausbildung befähigte ebenfalls dazu, Kinder auszubilden, um an Schulen ein eigenes Mediations-Programm zur Streitschlichtung unter Kindern zu entwickeln.
Erstmals bildeten wir dann im Schuljahr 2021/22 Kinder in den Grundlagen der Mediation zur Konfliktprävention und gewaltfreien Konfliktlösung aus. Die Rückmeldungen der Elternschaft waren in den letzten Jahren überwältigend positiv. Seit diesem Schuljahr ist diese Ausbildung auch ins Schulprogramm unserer Schule aufgenommen.
Die Idee der Streitschlichtung unter Kindern gehört zur Streit- und Konfliktkultur unserer Schule. Sie bildet neben dem Klassenrat, dem Kinderparlament, der Wolf-und-Giraffen-Sprache (zur gewaltfreien Kommunikation) und dem Emomo-Projekt einen weiteren Bestandteil des sozialen Lernens.
Die ausgebildeten StreitschlichterInnen fungieren nicht nur als Ansprechpersonen für Kinder bei Konflikten während der Pausen. Sie helfen auch gezielt als KonfliktlotsInnen bei Mediationsgesprächen sowie als MultiplikatorInnen den Klassen.
Mit der Aufnahme der Streitschlichtung ins Schulprogramm wird eine verbindliche und regelmäßige 1-jährige Ausbildung der Kinder 1x wöchentlich während des Unterrichts sowie die regelmäßige Supervision mit den bereits ausgebildeten StreitschlichterInnen sichergestellt.
Unsere Schule ist seit mehreren Jahren Netzwerkschule im Streitschlichtungs-Programm des LIS. Wir helfen und unterstützen dabei direkt und indirekt andere Schulstandorte bei der Einführung und Durchführung eigener Mediations-Programme. Dies erfolgt z.B. im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens der Streitschlichtungs-Schulen, durch einen Austausch von Material, Ideen, Know-How und Best-Practice-Beispielen sowie über einen gemeinsamen itslearning-Kurs.